Grundschule Heiligenstadt                                      

Sportplatzstr. 1

91332 Heiligenstadt

 

Hygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts an der Grundschule Heiligenstadt, gültig ab dem 8. September 2020

„Die Aufnahme der Beschulung in vollständigen Lerngruppen ohne Mindestabstand von 1,5 m ist nur bei strikter Einhaltung der Infektions- und Hygienemaßnahmen umsetzbar.“ (Rahmenhygieneplan des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 2.9.2020)

Der Hygieneplan des Kultusministeriums vom 2. September 2020 beschreibt ein dreistufiges Verfahren, welches an das Infektionsgeschehen gekoppelt ist. Der hier vorliegende Plan der GS Heiligenstadt beruht auf der Stufe 1 des Infektionsgeschehens (Sieben-Tage-Inzidenz < 35 pro 100.000 Einwohner).

1)    Zuständigkeiten

Für Maßnahmen, die auf das Infektionsschutzgesetz gestützt sind, sind die Gesundheitsämter zuständig (Schulschließung, Quarantänemaßnahmen ..).

Für die Umsetzung der Hygienemaßnahmen ist die Schulleitung verantwortlich, des weiteren fungiert ein Hygienebeauftragter als Ansprechpartner.

Benötigte Materialien, die zur Umsetzung des Hygieneplans notwendig sind, stellt der Sachaufwandsträger zur Verfügung.

Sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von Covid-19-Fällen sind dem Gesundheitsamt zu melden.

2)    Allgemeine Verhaltensregeln:

  • Für die persönliche Hygiene gelten die üblichen Regeln: gründliches Händewaschen (z.B. bereits bei der Ankunft in der Schule, vor der Nutzung schulischer Geräte wie z.B. Turngeräte oder Musikinstrumente), Abstandhalten soweit möglich oder nötig, Einhalten der Husten- und Niesetikette (Armbeuge oder Taschentuch), Verzicht auf Körperkontakt, Vermeiden der Berührung von Auge, Nase und Mund.
  • Im Schulgebäude gilt der Einbahnverkehr.
  • Der Toilettengang findet immer nur einzeln statt.
  • Nach Möglichkeit bleiben die Türen geöffnet, um den Handkontakt gering zu halten (Toilette, Klassenzimmer, Gang, Schultüre morgens und mittags sowie in den Pausen)
  • Während der Pausen werden die Klassen auf die bestehenden Pausenflächen nach einem festen Plan aufgeteilt. Pausenbrotverzehr kann auch im Pausenhof erfolgen. Bei schlechtem Wetter bleiben die einzelnen Klassen in ihren Klassenzimmern, eine gemeinsame Nutzung der Pausenhalle ist nicht möglich. Pausen- und Schlussgong bleiben weiterhin ausgesetzt.
  • Die Garderobennutzung erfolgt unter Anleitung der Lehrkräfte zeitlich versetzt.
  • Parteiverkehr und Personenansammlungen im Pausenhof und im Schulgebäude müssen vermieden werden. Das generelle Betretungsverbot für die Schule bleibt bestehen, Ausnahmen erfolgen nach Absprache mit dem pädagogischen Personal.
  • Maskenpflicht

Grundsätzlich ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) für alle Personen auf dem Schulgelände und in allen Räumlichkeiten, Pausenhöfen und Begegnungsflächen der Schule verpflichtend.

Ausnahmen: Am Sitzplatz im Unterrichtsraum bzw. im Lehrerzimmer, im Sport- oder Musikunterricht, bei der Nahrungsaufnahme, nach Erlaubnis durch eine aufsichtführende Lehrkraft, bei gesundheitlicher Indikation.

Beim Tragen der MNB ist Folgendes zu beachten:

-       Sie muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und sollte möglichst nur an den Seiten berührt werden.

-       Mehrfach verwendbare MNB’s müssen regelmäßig gewaschen werden, bestenfalls bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine.

-       Die MNB darf nicht mit anderen Personen geteilt werden.

  • Die geltenden Regeln werden klar an Erziehungsberechtigte, Schüler, Lehrkräfte und sonstiges Personal (z.B. Musikschule und Kindertagesstätte) weitergegeben.

3)    Gestaltung des Unterrichts:

  • In den Klassenräumen wird eine feste, frontale Sitzordnung möglichst an Einzeltischen eingehalten, bei Gruppenwechsel ist auf eine blockweise Sitzordnung zu achten. Bei jahrgangsübergreifenden Gruppen gilt nach wie vor der Mindestabstand von 1,5 m.

Partner- und Gruppenarbeiten im Rahmen der Klasse sind möglich, von einer Durchmischung jahrgangsübergreifender Gruppen wird nach Möglichkeit abgesehen.

  • Intensive Lüftung der Räume (Stoßlüften alle 45 Minuten) oder kurzes Querlüften in engeren Abständen bei vollständig geöffneten Fenstern.
  • Keine gemeinsame Nutzung von Gegenständen (Radiergummi, Lineal, Freiarbeitsmaterial, Kreiden …)
  • Fachunterricht:

Sportunterricht und sonstige Bewegungsangebote können durchgeführt werden, auch Sport mit Körperkontakt (in festen Gruppen). Bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten muss zu Beginn und am Ende ein gründliches Händewaschen erfolgen, andernfalls müssen alle benutzten Geräte desinfiziert werden. Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten dürfen unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m genutzt werden.

Musikunterricht kann ebenfalls durchgeführt werden, allerdings ist beim Singen zu beachten, dass sich alle Singenden versetzt aufstellen und in dieselbe Richtung schauen. Ein erhöhter Mindestabstand von 2 Metern ist einzuhalten. Zudem ist nach kurzen Singeinheiten eine längere Durchlüftung des Raumes zu gewährleisten.

Für die Nutzung von Instrumenten gilt ähnlich wie beim Sport gründliches Händewaschen vor und nach der Nutzung, zudem kein Wechsel von Instrumenten während einer Unterrichtsstunde.

  • Die Nutzung des PC-Raums ist möglich, doch gilt auch hier die Regel des gründlichen Händewaschens vor und nach der Benutzung und das Einhalten fester Arbeitsplätze.
  • Auf gemeinsame Klassenfrühstücke, die Bestellung des Schulobstes sowie auf den Pausenverkauf wird bis auf weiteres verzichtet, ebenso auf schulische Veranstaltungen, die eine Einhaltung des schulischen Hygieneplans nicht zulassen (bes. in geschlossenen Räumen).
  • Fehltage von Schülern werden durch die Lehrkräfte weiterhin gewissenhaft erfasst und dokumentiert (Nachverfolgung von Kontakten bei auftretenden Infektionen!).

 

4)    Hygienemaßnahmen im Schulgebäude:

  • Tägliche Oberflächenreinigung (alle Schülertische), Desinfektion der Handkontaktflächen (Türklinken, Wasserhähne und Lichtschalter); keine großflächige Desinfektion der Schule
  • Ausstattung aller Sanitärräume mit Flüssigseife und Papierhandtüchern.
  • Ausstattung aller Klassen- und Funktionsräume mit Reinigungsmöglichkeit (Flüssigseife)  und Trocknungsmöglichkeit (Papierhandtücher).
  • Hygienisch sichere Müllentsorgung; tägliche Leerung der Abfalleimer auch im Pausenhof

5)    Vorgehen bei (möglicher) Erkrankung eines Schülers:

Laut Hygieneplan des Kultusministeriums vom 2. September 2020 dürfen Grundschulkinder mit milden Krankheitszeichen wie Schnupfen ohne Fieber oder gelegentlichem Husten weiterhin die Schule besuchen dürfen. Kranke Schüler in reduziertem Allgemeinzustand mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen nicht in die Schule. Die Wiederzulassung zum Schulbesuch nach einer Erkrankung ist in Stufe 1 und 2 erst wieder möglich, sofern die Schüler nach mindestens 24 Stunden symptomfrei (bis auf leichten Schnupfen und gelegentlichen Husten) sind. In der Regel ist in Stufe 1 und 2 keine Testung auf Sars-CoV-2 erforderlich. Im Zweifelsfall entscheidet der Hausarzt/Kinderarzt über eine Testung. Der fieberfreie Zeitraum soll 36 Stunden betragen.

-       Erkrankt eine Schülerin oder ein Schüler einer Klasse an Covid19, so wird die gesamte Klasse für 14 Tage vom Unterricht ausgeschlossen und eine Quarantäne durch das zuständige Gesundheitsamt angeordnet. Nach einer zweimaligen Testung aller Kinder im Abstand von 5 bis 7 Tagen kann der reguläre Unterricht wieder aufgenommen werden. Bei Erkrankung einer Lehrkraft entscheidet das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen.

-       Enge Kontaktpersonen eines Erkrankten müssen in jedem Fall unabhängig vom Testergebnis eine vierzehntägige Quarantäne einhalten.

-       Zur besseren Nachverfolgung ist eine möglichst lückenlose Dokumentation zur Nachverfolgung möglicher Kontakte notwendig. Das Mitführen von Handys, auf denen die Corona-Warnapp installiert ist, ist generell erlaubt, doch müssen die Geräte stumm geschaltet sein und permanent in der Schultasche bleiben.

Falls eine schulbezogene Eingrenzung der Infektionsfälle nicht möglich ist, so ist ein am konkreten Infektionsgeschehen orientiertes, abgestuftes Verfahren erforderlich, über welches die Betroffenen zeitnah in Kenntnis gesetzt werden (eventuell Maskenpflicht ohne Ausnahmen, komplette Umstellung auf Distanzunterricht oder schichtweisen Unterricht durch Wiedereinführung des Mindestabstandes…).

Heiligenstadt, 09.09.2020                                  Christine Weininger, SL